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Südhessisches IT-Cluster auf Weltniveau

Montag, 22. Juni 2009

Kurzfassung der Studie im PDF-Format

Hessens Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch, Karl-Heinz Streibich, Software AG und Prof. Ralf Elbert, TU Berlin, stellen neue Studie vor


Südhessisches IT-Cluster auf Weltniveau

  • Rhein-Main-Neckar-Region bildet eines der wichtigsten IT-Cluster weltweit
  • Weiteres Wachstumspotential vorhanden, kleine und mittelständische Unternehmen überwiegen
  • High-Tech-Cluster sind wichtige Elemente strategischer Wirtschaftspolitik

Das IT-Cluster Rhein-Main-Neckar gehört zu den weltweit führenden IT-Regionen wie Silicon Valley/USA oder Bangalore (Bengaluru)/Indien. Das ergab eine Studie der TU Darmstadt, die am Montag in Frankfurt gemeinsam mit der Software AG und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung vorgestellt wurde. So sind im Rhein-Main-Neckar-Gebiet ca. 12.700 IT-Unternehmen ansässig, im Silicon Valley ca. 7.500 und in Bangalore ca. 1.500. Damit ist das IT-Cluster um die Städte Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach, Aschaffenburg, Mainz, Darmstadt und Mannheim ein weltweit bedeutendes IT-Cluster. Bei der Anzahl der Arbeitsplätze und des Gesamtumsatzes liegt Silicon Valley aber weiterhin vorn: Über 500.000 Beschäftigte erwirtschaften einen Gesamtumsatz von ca. 180 Milliarden Euro. In Rhein-Main-Neckar sind es gerade mal ein Fünftel an Beschäftigen die ein Viertel des Umsatzes des Silicon Valleys erwirtschaften.

Nach der Studie der Forscher der TU Darmstadt sind Cluster eines der wichtigsten Instrumente einer strategischen Wirtschafts- und Wachstumspolitik. Insbesondere im IT-Bereich gelten Cluster als notwendig, um langfristig erfolgreich zu sein. Die Beispiele in Silicon Valley und Bangalore unterstreichen das nach Aussagen der Forscher der TU. Die Wissenschaftler haben erstmalig weltweit führende Referenz-Cluster der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) untersucht (Silicon Valley, Bangalore, Oulu, Dresden und Rhein-Main-Neckar) und langfristige Erfolgs- und Wachstumsfaktoren analysiert. Als kritische Erfolgsfaktoren für die Entstehung von Clustern gelten demnach langfristige Unternehmensansiedlungen, der globale Erfolg von Leitunternehmen, die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte sowie eine hinreichende Dichte von technischen Hochschulen. Darüber hinaus wurden sieben Wachstumskriterien identifiziert, die die unterschiedlichen Entwicklungen der Cluster erklären helfen. Konkrete Handlungsempfehlungen in Bezug auf das Rhein-Main-Neckar Gebiet sprachen die Experten ebenfalls aus, u.a. in den Bereichen Gründerkultur, Gründungskapital und Arbeitskräfteentwicklung.

Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch begrüßte die Studie ausdrücklich. „Sie unterstreicht unsere Einschätzung, dass in der Region Rhein-Main-Neckar ein IT-Cluster von Weltrang vorhanden ist. Wir sehen dies nicht nur anhand von Leitunternehmen wie der Software AG, sondern auch an den erstmals erhobenen Daten zum Informations- und Kommunikationstechnologie-Markt in Rhein-Main-Neckar und der für uns ebenso bedeutsamen Teilregion FrankfurtRheinMain: So wurden 2007 in Rhein-Main-Neckar von 12.737 Unternehmen ein Umsatz von 42,68 Milliarden Euro erwirtschaftet, in FrankfurtRheinMain von 10.302 Unternehmen ein Umsatz von 30,95 Milliarden Euro.

Wir halten das im Rahmen des 1. Hessischen Clusterwettbewerbes letztes Jahr ausgezeichnete Cluster „Unternehmenssoftware Rhein-Main-Neckar" für international exzellent aufgestellt und können heute bekannt geben, dass das Cluster aufgrund der Förderung durch das Hessische Wirtschaftsministerium rückwirkend zum 1. Juni seine Arbeit nachhaltig verstärken kann".
Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG, betonte: "Mein Ziel ist, zusammen mit der Landesregierung und den Partnern in der Region, das IT-Cluster Rhein Main Neckar weiter zu entwickeln und weltweit bekannt zu machen. Das IT-Cluster Rhein-Main-Neckar differenziert sich von anderen IT-Clustern durch die Nähe zu den Anwenderindustrien."

Streibich weiter: „Beispiele wie Silicon Valley oder Bangalore, aber auch Rhein-Main-Neckar zeigen, dass gerade in der IT- und Softwareindustrie international führende Unternehmen in Clustern entstehen. Der Konsolidierungsprozess im Softwaremarkt ist im vollen Gange. Cluster und Allianzen bieten einen Lösungsansatz um die europäische Softwareindustrie zu stärken. Das Software- und IT-Cluster ist damit unverzichtbarer Teil einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik in Hessen und Deutschland."

Quelle:

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
Software AG Darmstadt
Pressemitteilung
Wiesbaden, 22.06.2009

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